Drin
2020
Overheadprojektor, Ventirator, Glas,
Angelschnur, Draht, Holzplatte
1,6 m (Variable Größe)
in Hochschule der Bildenden Künste Saar
Ein kreisförmiges Bild wird mittels eines Overheadprojektors auf eine weiße Wand projiziert. Innerhalb dieses 160 cm großen Rahmens bewegen sich kleine Kreise in einem regelmäßigen, pulsierenden Rhythmus. Diese Bewegung wird durch Glasperlen erzeugt, die wie ein Mobile an der Linse befestigt sind und durch einen Ventilator in Rotation versetzt werden.
Da die mechanische Apparatur hinter schwarzen Wänden verborgen bleibt, sieht der Betrachter zunächst nur das projizierte Lichtspiel. Diese Anordnung erinnert an Platons Höhlengleichnis, in dem die Gefangenen die Schatten für die einzige Realität halten. Doch hier wird das Schattenbild zu einer leiblichen Erfahrung: Der regelmäßige Puls der Lichtkreise überträgt sich auf die Wahrnehmung des Betrachters. Das Werk thematisiert so das Spannungsfeld zwischen der sichtbaren Erscheinung und dem verborgenen Mechanismus, der das Phänomen erst erzeugt.




