Flashing Light in the Eyes
2024
Single Channel Video
5m28s
Kamera: Nikolaj Woroschilow
Die Performance untersucht die Schnittstelle zwischen visuellem Reiz und innerkörperlicher Wahrnehmungsreaktion. Bei geschlossenen Augen erzeuge ich durch die Stimulation der Augenlider visuelle Nachbilder – flüchtige Lichtphänomene, die sich als innere Erscheinungen im Wahrnehmungsfeld des Auges zeigen. Diese Bilder sind instabil und existieren nur im Moment ihrer Wahrnehmung.
Ich versuche, diese immateriellen visuellen Eindrücke in eine materielle Form zu überführen, indem ich sie mit Lidschatten eingefärbten Fingerspitzen auf Papier fixiere. Das Zeichnen wird dabei zu einer unmittelbaren Übersetzung innerer Wahrnehmung in eine sichtbare Spur.
Diese subjektiven visuellen Phänomene sind keine äußeren Objekte, sondern entstehen ausschließlich im Prozess des Sehens selbst. Der Versuch, sie durch körperliche Bewegung zu materialisieren, versteht sich als eine Untersuchung des Wahrnehmungsursprungs – jenes Moments, in dem die Trennung zwischen Sehendem und Gesehenem noch nicht stabil ist.
So entstehen Zeichnungen, die nicht äußere Realität abbilden, sondern innere Sinneseindrücke in eine haptische Präsenz überführen und die Grenzen konventioneller Zeichnung erweitern.




