Häute
2025 – 2026
Papier, gefaltet
Papier, das auf Feuchtigkeit und Temperatur reagiert, erinnert an die menschliche Haut. Ausgehend von der genauen Beobachtung meiner eigenen Hautoberfläche übertrage ich ihre feinen Linien zeichnerisch auf das Material. Entlang dieser Spuren falte ich das Papier von Hand – so verwandeln sich organische Hautfalten in bleibende materielle Strukturen.
Der Begriff „Falten“ verweist sowohl auf die natürlichen Falten der Haut als auch auf den Vorgang des Faltens. Diese doppelte Bedeutung bildet einen zentralen Ausgangspunkt meiner Arbeit. In meiner Arbeit verschmelzen diese beiden Ebenen: Körperliche Spuren werden zu Gesten, aus denen neue Formen entstehen.
Der Titel „Häute“ verweist nicht nur auf die äußere Hülle des Körpers, sondern spielt zugleich auf das Wort „Heute“ an. In dieser klanglichen Nähe verbindet sich das Physische mit der Gegenwart: Jede Falte wird zum Abdruck eines Augenblicks, jede Bewegung zu einem Akt bewusster Verkörperung. Im Zusammenspiel von Haut, Geste und Material entfaltet sich ein leiser Dialog zwischen Innen und Außen.















